Katzenlexikon P - T

Paarung
Zusammenfinden von Männchen und Weibchen zwecks Begattung und Befruchtung.
Bei der Katze ist die Ovulation an den Paarungsakt geknüpft.
Findet keine Paarung statt bilden sich die reifen Eier zurück.
Die Paarung ist mit komplizierten, genau aufeinander abgestimmten Verhaltensfolgen der Geschlechtspartner verknüpft.
Neben der Geschlechtsreife ist auch der individuelle Entwicklungsstand der Tiere ausschlaggebend.
Paarungsbereitschaft signalisiert bei Weibchen die Rolligkeit,
bei Männchen die ständige Markierung und das häufige Lecken des erigierten Penis.
Erst bei starker Rolligkeit zeigt das Weibchen gegen Ende des Paarungsvorspiels die Begattungsaufforderung mit dem sogenannten Präsentieren.
Diese Begattungsstellung kann zu diesem Zeitpunkt auch vom Menschen ausgelöst werden, wenn man den Rücken der rolligen Katze in der Körpermitte leicht nach unten drückt und über das Fell streicht.
Bei der eigentlichen Paarung faßt das Männchen das Weibchen mit dem Nackenbiß und tritt erst mit der Vorderpfote, danach auch mit der Hinterpfote über sie.
Paarungsvorspiel Werbung Balz.
Begegnet ein Männchen in dieser Phase einem Weibchen,
so versucht es durch Köpfchengeben und Analkontrolle eine Annäherung.
Das Weibchen bleibt der Werbung des Männchens zunächst indifferent.
Erst wenn bei ihr die Rolligkeit einsetzt beginnt auch sie das Paarungsvorspiel.
Kommt das Männchen dem Weibchen überraschend zu nahe, so flieht es zunächst.
Diese Fluchten werden jedoch immer kürzer und langsamer.
Man bezeichnet dieses Verhalten als "Kokettierflucht".
Gegebenenfalls kann sich dieses wechselseitige Zeremoniell,
welches der Stimulation der Paarungsbereitschaft dient, über mehrere Tage erstrecken.
Da Katzen in dieser Phase gegen Störungen und fremden Lärm empfindlich sind, kommt es meist nachts und in deckungsreichem Gelände zur Paarung.
Häufig entfällt das Paarungsvorspiel, wenn das Weibchen den Höhepunkt ihrer Rolligkeit schon erreicht hat und die Paarung wird sofort vollzogen.


Panleukopenie
Fachausdruck für Katzenseuche .
Zum Teil starke Verringerung aller weißen Zellen des Blutbildes.


Panophthalmie
Eitrige Entzündung des gesamten Auges, nicht selten vollständige Zerstörung.
Meist in Folge eines Unfalls, Beißerei, manchmal als Herd einer allgemeinen Infektion.
Schnellstmögliche operative Entfernung.

Particolor
Bicolor Mehrfarbig, Zweifarbig

Passereffekt
Spezieller Zuchtwert, der die Kombinationseignung von Zuchtlinien zur Erzielung
von Kreuzungstieren bestimmt, die durch Heterosis weitgehend einheitlichund den Ausgangslinien überlegen sind.

Peritonitis Bauchfellentzündung.

Verursacht durch verschiedenste bakterielle Erreger, die entweder von außen oder durch entzündete, geplatzte oder Keimdurchlässige innere Organe auf das Bauchfell gelangen.
Stets sehr ernste mit hohem Fieber verbundene Erkrankung.
Apathie, Appetitlosigkeit, bei Berührung schmerzempfindlicher Leib.
Durch gezielte Antibiotikagaben, sorgfältige Pflege und künstliche Ernährung bestehen Heilungschancen.


Pflanzliche Fette

Es herrschen sehr große Meinungsverschiedenheiten über die Verdaulichkeit und Bekömmlichkeit pflanzlicher Fett.
Während die einen von der Gabe pflanzlicher Fette vollkommen abraten empfehlen andere diese sogar.
Pflanzliche Fette enthalten recht viel ungesättigte Fettsäuren und können deshalb oft Durchfälle verursachen.
Tatsache ist, daß pflanzliche Fette nicht zu den natürlichen Nahrungsbestandteilen der Katze gehören.
Werden pflanzliche Fette gefüttert, so ist auf die ausreichende Gabe von Vitamin E zu achten.
Der Bedarf an diesem Vitamin steigt bei einem größeren Anteil ungesättigter Fettsäuren im Futter.


Pflegetrieb
Generell übernimmt die Mutterkatze die Aufgabe für Nahrungsansprüche und Schutzverlangen der Jungen zu sorgen.
Der Pflegetrieb wird vor allem durch Kontaktlaute der

Neugeborenen ausgelöst und ist während der Säuglingzeit am stärksten ausgeprägt.
Bei Erstlingsmüttern finden man manchmal einen mangelhaft ausgeprägten Pflegetrieb, beim nächsten Wurf verläuft dann alles stets normal.
In seltenen Fällen zeigen Hauskater, aber auch Wildkater einen gering ausgebildeten Pflegetrieb.
So konnte man Wildkater beobachten, die das Nest mit Nachwuchs beschützten und das Muttertier mit Beute versorgten. Hauskater liegen nicht selten mit im Nestund wärmen und belecken den Nachwuchs.


Pheromone
Soziohormone.
Stoffe, die sowohl vom Kater als auch der Katze ausgeschieden und durch die Nase wahrgenommen werden.
Sie spielen im Sozialverband, in der Beziehung zwischen den Geschlechtern und bei der Prägung eine bedeutende Rolle.
Sie werden unter anderem über Stoffe der Duftdrüsen ausgeschieden.


Pilze / Hautpilze
Fast alle Haus- und Nutztierarten können von Hautpilzen befallen werden.
Diese mikroskopisch kleinen Organismen siedeln sich im Fell und auf der Haut an und erzeugen tausende von Pilzsporen, die der Weiterverbreitung dienen.
Sowohl durch direkten Kontakt als auch durch Pflegeutensilien, Futtermittel, Decken und andere Gegenstände kann die Erkrankung von Tier zu Tier, vom Tier auf den Menschen und vom Menschen aufs Tier übertragen werden.
Bei erkrankten Tieren finden sich als typische Hautveränderungen kreisrunde haarlose Stellen, hauptsächlich am Kopf, am Hals, in Ohr Nähe oder an den Gliedmaßen.
Sie sind mit Schuppen oder Borken belegt und zur geschlossenen Felldecke hin mit einem roten, entzündeten Randsaum begrenzt.
Teilweise können diese Veränderungen mit deutlichem Juckreiz verbunden sein.
An derart vorgeschädigten Hautstellen haben auch Bakterien leichtes Spiel und können das Krankheitsbild deutlich komplizieren.
Darüber hinaus gibt es auch atypische Verlaufsformen, die je nach Tierart, Pilzart und Abwehrlage des Tieres variable Hautveränderungen hervor rufen.
Deshalb sollten alle Tiere mit deutlichen Hautveränderungen frühzeitig tierärztlich untersucht werden.
Da auch nicht übertragbare Hautkrankheiten vergleichbare Krankheitsbilder zeigen können, ist zur Diagnose in aller Regel eine Laboruntersuchung erforderlich.
Beim Menschen beginnt die Erkrankung mit einem rötlichen, linsengroßen schuppigenund juckenden Fleck, meist an Unterarmen, Beinen oder im Gesicht, der nach außen wächst, während die Mitte abheilt.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, entstehen zahlreiche solcher Herde, die landkartenartig zusammenfließen können.
Am behaarten Kopf können rundliche, kahle, grauweiß beschuppte Flecken entstehen.
Zur Behandlung bei Tier und Mensch stehen pilz- und sporenabtötende Salben, Lotionen, Sprühlösungen und Tabletten zur Verfügung.
Die Heilung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Vorbeugend sollte auf besondere Hygiene im Umgang mit hauterkrankten Tieren geachtet werden.


Pneumonie Lungenentzündung
Verschiedenste Auslöser, am häufigsten als Komplikation des ansteckenden Katzenschnupfens.
Bei jungen und geschwächten Tieren gelegentlich tödlich endend.
Stets deutlich erschwerte Atmung, anfangs oberflächlich, später angestrengtmit geöffnetem Fang und vorgestrecktem Kopf.
Meist Fieber, Teilnahmslosigkeit, Husten, nicht immer schleimiger oder eitriger Nasenausfluß.
Häufig auch durch überall vorkommende Bakterien, sehr viel seltener durch spezifische Erreger (Tuberkulose) verursacht.
Sollte trotz mehrtägiger, zielgerichteter Antibiotikagabe keine Besserung eintreten, würde der Verdacht auf, durch Pilze oder Lungenwürmen verursachte Entzündungen bzw. Lungengeschwülste fallen.
Unterbringung in nicht zu warmen, gut belüfteten Räumen.
Liebevolle, vorsichtige Pflege und Zwangsernährung sind sehr wichtig.


Pointed

sind aufgehellte Katzen,die in den "kühleren"Regionen die Points gesetzt hat. Ohren, Pfoten, Gesicht, Schwanz. Als Beispiele, heillige Birma, Ragdoll, Siam


Prägung
Nicht umkehrbarer kurzzeitiger Lernvorgang in einer sensiblen,
d.h. besonders empfindlichen Periode der Entwicklung eines Tieres.
Es erfolgt meist sehr frühzeitig eine Prägung auf die Eltern und umgekehrt werden die Elterntiere auf ihre Jungen geprägt.
Sie müssen lernen sich gegenseitig zu erkennen.
In den meisten Fällen sind mehrere Sinnesorgane, z.B. Gesichtssinn, Gehör, Geruch, an der Prägung beteiligt.
Eine Prägung kann nicht rückgängig gemacht werden.
Zwischen Prägung und Lernprozeß bestehen deutliche Unterschiede.
Beim Lernen muß meist über längere Zeit geübt werden, um die Erfahrung zu festigen.
Für die Prägung genügt ein einziges kurzes "Erkennen".
Während man mit Bestrafung dem Lernvorgang entgegenwirken kann, wird eine Prägung dadurch meist verstärkt.
Bei jungen Katzen findet etwa in der 2. Lebenswoche eine akustische Prägung auf Mutter und Geschwister statt, der erst in der 3. Lebenswoche eine optische Prägung folgt.
Präsentieren Teil der Begattungsaufforderung des rolligen Weibchens.
Dabei geht das Weibchen mit eingeknickten Hinterbeinen,
mit steil erhobenem Schwanz und hochgestellter Anogenitalregion rückwärts auf das Männchen zu und "präsentiert" ihm auf diese Weise ihre Begattungsbereitschaft.
Pupille Von der Regenbogenhaut gebildete Oeffnung im Auge,
die als eine Art Blende für das einfallende Licht wirkt.
Die Pupille paßt sich den Lichtverhältnissen reflektorisch an,
um nur soviel Licht wie zum Sehen nötig, auf die empfindliche Netzhaut fallen zu lassen.
Bei sehr hellem Licht sind die Pupillen zu einem schmalen, feinen, senkrecht stehenden Schlitz verkleinert.
Bei schwächerem Licht vergrößern sie sich, um bei Dunkelheit ihre maximale Größe (rund und weit) zu erreichen.
Bei Erregungszuständen kann es auch bei Tageslicht zu einer maximalen Erweiterung der Pupillen kommen.
Hier spielt dann das in der Nebennieren gebildete Hormon Adrenalin beim Reflexablauf eine Rolle.


Quarantäne
Sichere Absonderung infektionsverdächtiger oder als krank bekannter Tiere in besonderen Räumen, deren Zu- und Ausgang nur über eine Seuchenmatte erfolgt, die so breit sein muß, daß jedermann sie mit beiden Schuhen betreten kann.
Tägliche Erneuerung notwendig.
Fütterung und Betreuung der Tiere muß von einer Person, die keinen Zutritt zu gesunden Tieren hat, übernommen werden.
Dauer, mindestens 14 Tage oder so lange, bis alle Untersuchungsergebnisse die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Patienten einwandfrei belegen.


Quecksilbervergiftung
Heutzutage sehr selten, jedoch über Nahrungsmittel (Thunfisch)
oder defekte Fieberthermometer möglich.
Muskelzittern, Taumeln, Durchfälle Schwäche sind unter anderem Anzeichen für eine Quecksilbervergiftung.

Rabies Tollwut
Rachitis Knochenweiche.
Im eigentliche Sinne bei der Katze nicht vorkommend.
Das durch Phosphorüberangebot rachitisch erscheinende Krankheitsbild - verbogene Gliedmaßen und Wirbelsäulenabschnitte - ist die Osteogenesis imperfekta.


Red

Farbe, rot eine genetisch sehr dominante Farbe

Reflex
Unwillkürliche Reaktion des Körpers aus einen bestimmten Reiz.
Der Reflex erfolgt in einem Reflexbogen, in dem ein Empfänger den Reiz aufnimmt, in eine Erregung umwandelt und diese über Nervenbahnen zu einem Zentralorgan weiterleitet.
Hier erfolgt eine Umschaltung, welche die Erregung an ein Erfolgsorgan führtund eine entsprechende Reaktion erfolgt.
Im Laufe des Lebens können unter Beteiligung des Gehirns
sogenannte Reiz-Reaktions-Beziehungen erworben werden,
bei denen ein unbedingter Reflex ohne Beteiligung des eigentlichen Reizes ausgelöst wird.
Dieser bedingte oder erworbene Reflex wird durch den Einbau erlernter Reizmuster als Auslöser gebildet.
Für die Katze genügt nach entsprechender Erfahrung das Klappern der Futterschale, um schnellstens zu ihrem Freßplatz zu kommen und das Futter zu erwarten.
Selbst aus dem Schlaf fährt die Katze bei diesem Geräusch auf.


Regenbogenhaut
Iris.
Sie umgibt die Pupille und bildet durch die Einlagerung von Pigmenten die Grundlage für die Farbe der Augen.
In der Iris befinden sich Muskeln, die für das Erweitern und Verengen der Pupille verantwortlich sind.
Die Farbe der Regenbogenhaut ist von ihrem Pigmentgehalt abhängig und individuell verschieden.
Katzenbabys werden mit blauen Augen geboren, erst mit 8.12 Wochen beginnen sich die Augen zu verfärben.
Dieser Prozeß kann sich über mehrere Monate hinziehen und ist manchmal erst nach 1-1 1/2Jahren abgeschlossen.


Reifung
Entwicklung von Verhaltensweisen zur vollen Funktionsfähigkeit.
Etwa mit 70 Lebenstagen sollten normalerweise alle angeborenen Verhaltensweisen, wie z.B. Körperpflege, Beutefang, Tötungsbiß vorhanden sein.
Mit einsetzen der Geschlechtsreife ist auch die letzte Verhaltensweise zu voller Funktionstüchtigkeit herangereift
Reinigung Die größte Aufmerksamkeit sollte der Toilette gewidmet werden.
Sie muß immer gründlich gereinigt werden.
Manche Katzen benutzen ihre Toilette nur ein einziges Mal.
Damit solche Katzen nicht unsauber werden, stellt man einfach mehrere Katzentoiletten auf.
Die Unterlage in der Schlafkiste wird entweder regelmäßig gewaschen oder erneuert.

Reinzucht
Reinzucht ist eine Zuchtmethode zur Ausnutzung der Ähnlichkeit zwischen Eltern und Nachkommen.
Reinzucht wird auch als Rassezucht oder Fremdzucht innerhalb einer Rasse bezeichnet und ist die häufigste Zuchtmethode bei der Zucht von Liebhabertieren.
Durch Paarung verschiedener Populationen oder Linien der gleichen Rasse sind durch Neuzuführung von Genen züchterische Fortschritte zu erreichen.
Reisen Katzen sind keine Freunde von ständigen Ortswechseln.
Katzen sind ihrem einmal bezogenen Revier treu. Nur dort fühlen sie sich sicher und geborgen.
Für ältere Katzen stellen Reisen eine eindeutige Belastung dar.
Deshalb sollte man, wenn möglich, unbedingt darauf verzichten Katzen mit auf Reisenzu nehmen.
Ist es trotzdem unumgänglich, so sollte man für einen Transportbehälter sorgen, der zu Hause als Schlafplatz dient, um der Katze das Gefühl zu geben sie verreise mit ihrem "Heim".
Ist eine Reise ins Ausland vorgesehen, so sollte man sich im Vorfeldnach den für das entsprechende Land gültigen Veterinärbestimmungen erkundigen.
Rekelsyndrom Stoffwechselbedingte Streck- und Reckbewegung,
die vorrangig der Muskeldurchblutung dient.
Aus einer Ruhelage zur Bewegung übergehende Katzen rekeln sich meist.
Erhebt sich die Katze aus dem Ruhesitzen oder der Kauerlage bevorzugt sie den Streckbuckel, welcher mit der Buckelstellung im Abwehrverhalten nichts zu tun hat.
Schlief die Katze in Seitenhaltung oder eingerollt, so reckt sie sich zuerstauf den Hinterpfoten hoch und stellt die Vorderpfoten möglichst weit nach vorn.
Meist folgt danach die umgekehrte Handlung. Dies ist oft mit Gähnen, Krallenspiel und Krallenschärfen verbunden.


Resorption
Aufsaugung der abgestorbenen Frucht.
Selten mechanische Ursachen, meist als Folge von schweren Infektionskrankheiten. Manchmal durch falsche Ernährung.
Sofern nur ein Teil des Wurfs resorbiert wird fehlen meist deutliche Symptome.
Sonst Ausfluß, Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber.

Ringflechte
Hautpilzerkrankung


Rohasche
unter Rohasche versteht man den Gesamtgehalt an Mineralstoffen
und Spurenelementen in einem Futtermittel.

Rolligkeitauch Brunst, Ranz und Läufigkeit genannt.
Periode des Zusammenstrebens von Männchen und Weibchen zum Zwecke der Fortpflanzung.
Sie tritt normalerweise 2-3 mal im Jahr und zwar meist im Februar/März auf und hält jeweils 4-10 Tage an.
Günstigste Deckungszeit ist zwischen dem 3 und 6 Tag.
Die Rolligkeit tritt normalerweise erstmalig im Alter von 6-9 Monaten auf.
Dann aber sind weibliche Katzen oft noch nicht ausgereift.
Erst mit 12-15 Monaten erlangen, speziell die Edelkatzen,
ihre Zuchtreife.
Nach einer Geburt tritt in der Regel die nächst Rolligkeit erst nach 2-5 Monaten erneut auf.
In der Phase der Rolligkeit neigen Katzen zu größerer Unruhe und zu weitem Streunen.
Die Futteraufnahme ist auf ein Minimum herabgesetzt oder wird ganz eingestellt.
Die Tiere informieren sich gegenseitig über ihren Zustand, durch Markierung mit Harn, durch Spritzharnen, Analduft und unverscharrtem Kot.
Auch Weibchen können während der Rolligkeit spritzharnen.
Männchen begegnen sich häufiger außerhalb ihre Territorien und lassen ihren lautstarken Kampfgesang hören, es kommt oft zu Rivalenkämpfen.
Stark rollige Weibchen laufen mit eingeknicktem und hochgerecktem Schwanz umher, jaulen in immer stärkerem Maße und zeigen das typische Treteln.
Nähert sich dem rolligen Weibchen endlich ein Männchen, so kommt es zum Paarungsvorspiel und daraufhin schließlich zu Paarung.


Rotationskreuzung

Die Anpaarung von Vatertieren aus 3 oder mehr genetisch differenzierten Linien in gleichbleibender Reihenfolge an die jeweils aus der vorangegangenen Paarung stammenden Weibchen.
Es entstehen leistungsstarke weibliche Kreuzungstiere, die eine gute Selektionsbasis bilden.
Eine Form der Rotationskreuzung ist die Wechselkreuzung.
Als Ausgangsbasis werden nur 2 Reinzuchtlinien oder Reinzuchtpopulationen verwendet.
An die Kreuzungsprodukte werden in folgenden Generationen abwechselnd die Ausgangspopulationen zur Erzielung von Liebhabertieren oder von weiblichen Zuchttieren angepaart.

Rückkreuzung
werden uniforme F1-Tiere auf ihre reinerbigen Eltern rückgekreuzt, so ergeben sich homozygote Elternmerkmale und heterozygote F1-Merkmale
im Verhältnis 1:1.
Für die praktische Zuchtarbeit hat die Rückkreuzung insofern Bedeutung,als damit die Reinerbigkeit einer Katze für ein bestimmtes Merkmal festgestellt werden kann.
Die Rückkreuzung ist tierzüchterisch eine gebräuchliche Inzestzuchtmethode.


Ruhe

Ruhigstellung der motorischen Aktivität, äußerlich meist gekennzeichnet durch eine spezielle Ruhelage.
Die Ruhe kann bedingt sein durch eine rein physische Ermüdung
des Bewegungsapparates, dann zeigt sie sich als bloßes Entlasten und Entspannen des Körpers durch Anlehnen oder Niederlegen.
Eine solche Rast findet bei der Katze bei völligem Wachsein statt,
d.h. alle Sinne bleiben aktiv und die Reaktionen auf äußere Reize erfolgen prompt.
Der Zustand der Ruhe, besonders beim liegenden Tier, kann auch schlafherbeiführend wirken.
Das Tier beginnt zu dösen, die Aufmerksamkeit ist herabgesetzt,
die Muskulatur erschlafft.
Tiere suchen in dieser Phase gerne ruhige, geschützte,
hochgestellte Üeberblick gestattende Plätze auf.
Katzen verbringen einen großen Teil des Tages inaktiv.
In einer Ruhe-Periode wird auch meist ausgiebig Körperpflege betrieben.
Die Ruhestellungen lassen sich nach dem Grad von Wachsamkeit und latenter Aktionsbereitschaft ordnen:
Das Ruhe-Sitzen stellt den flüchtigsten Ruhe-Zustand dar.
Es zeigt die Katze oft beim entspannten Beobachten, aber auch beim Dösen.
In der Kauerlage sind die Extremitäten entlastet. Bei weiterer Entspannung wird diese Kauerlage durch das sogenannte "Muffen" modifiziert, wobei die Vorderpfoten zueinander eingeschlagen werden, als würden sie in einen Muff gesteckt.
Bei völliger Entspannung und großer Wärme liegen sie vollkommen gelöst auf der Seite oder auf dem Rücken.

Salmonellosen
sind Darminfektionen aufgrund sehr weit verbreiteter Bakterien.
Katzen sind weitgehend resistent und erkranken nur nach Belastung (Streß, massiver Wurmbefall).
Ansteckung erfolgt über Futter, von Tier zu Tier, besonders aber über Beutetiere.
Anzeichen für eine Erkrankung sind fieberhafter Durchfall und Erbrechen.
Erkrankte Tiere einzeln halten und persönliche Hygiene besonders beachten.
Hände desinfizieren.
Ohne krank zu sein sind etwa 3-5% aller Katzen Salmonellenträger und Salmonellenausscheider.
Genaue Erkenntnis gibt nur eine Stuhlkontrolle.


Salz
ist wichtig für die Bildung der Salzsäure im Magen.
Deshalb sollte man selbstzubereitetem Futter winzige Prisen Salz zufügen oder das Katzenfutter in schwach gesalzenem Wasser kochen.
Bei Durchfall benötigen Katzen mehr Salz.
Salzlösung für Hausbehandlungen zum Ausspülen des Mäulchens und Abtupfen von Wunden wird so hergestellt:
Auf einen halben Liter abgekochtes Wasser kommt ein Teelöffel Salz.
Scheckung Als Schecken werden zwei-oder mehrfarbige Tiere mit flächiger Verteilung des Pigments bezeichnet.


Scheinträchtigkeit

tritt in erhöhtem Maße bei streng isolierten Wohnungskatzen auf,
welche nur ganz kurzzeitig zu einem Deckungskater gebracht werden.
Ist bei diesem kurzen Zusammensein zwar eine Begattung aber keine Befruchtung erfolgt, so kommt es häufig zu einer Scheinträchtigkeit.
Diese kann mit allen Begleiterscheinungen einer normalen Trächtigkeit auftreten.
Der Leibesumfang kann zunehmen, Gesäuge und Milch entwickeln sich, es können sogar regelrechte Wehen einsetzen.
Scheinträchtige Katzen können auch über längere Zeit Säugen und Jungenpflege vortäuschen.
Aus diesem Grund kann man solche Katzen erfolgreich als Ammen mutterloser Jungtiere benutzen.
Man verschaffe scheinträchtigen Katzen als therapeutische Maßnahme möglichst viel Bewegung und Abwechslung.
Auf das Absaugen der Milch sollte man verzichten.
Um den Milchfluß nicht in Gang zu halten, macht man kalte Umschläge mit Essiglösung und beschränkt die Flüßigkeitszufuhr.

Schildpatt
Tortoiseshell.
In Folge geschlechtsgebundener Vererbung von Rot und Nicht-Rot gibt es fast nur Schildpatt-Weibchen.
Schildpatt-Männchen, die sehr selten vorkommen, sind aufgrund ihrer Chromosomenüberzahl meist steril.
Die Farben Schwarz, Rot und Creme sollten in gut abgegrenzten Farbzonen verteilt sein - auch im Gesicht.
Bei Schildpatt-Weibchen tritt die Stromung als Geisterzeichnung auf.


Schlafplatz
Im Leben der Katze ein sehr wichtiger Platz, der ruhig, warm,
vor Zugluft geschützt und etwas erhöht sein sollte.
Nur Muttertiere mit Jungen erhalten ihren Schlafplatz auf der Erde.
Man kann Katzen entweder ein geflochtenes Körbchen, eine Schlafkiste, aber auch den Transporbehälter anbieten.
Als Unterlage nimmt man am Besten eine leicht zu Reinigende Decke oder ähnliches.
Schleichlaufen Eine beim Beutefang verwendete Methode des Anschleichens.
Ganz an den Boden geduckt, schleicht sich die Katze an ihre Beute heran, immer wieder in absoluter Bewegungslosigkeit verharrend.
Je näher sie der Beute kommt, desto zeitlupenhafter werden die Bewegungen.
Dabei werden die Pfoten nur einzeln vorgesetzt, so dass der Körper stets sicher auf 3 Beinen ruht.
Jede noch so geringe Deckung wird dabei geschickt genutzt. 

Schluckvorgang

Die Nahrung wird über den Rachen und die Speiseröhre in den Magen befördert.
Der Ablauf des Schluckvorgangs erfolgt in einer willkürlichen und einer unwillkürlichen Phase.
Bei der willkürlichen Phase wird die Nahrung mit der Zunge gegen den Gaumen gepreßt und nach hinten in den Rachen befördert.
Hier werden bestimmte Schluckstellen berührt, die eine komplizierte Reflex-Bewegung auslösen (unwillkürliche Phase), welche die Nahrung blitzschnell in die Speiseröhre befördern.

Schmarotzer
Parasiten
Tierische Schädlinge, welche in oder auf der Katze leben.
Schmeißfliegenbefall Während der warmen Jahreszeit legen Schmeiß- und Fleischfliegen ihre Eier in riechende oder eitrige Wunden, manchmal bei durchfälligen Tieren in Afternähe.
Durch Bakterieneinwanderung verzögerte Wundheilung,
bei Massenbefall kann es zum Tod kommen.
Durch sorgfältiges Ablesen, wiederholtes Baden in warmem Wasser, vorsichtigen Gebrauch von Kontaktinsektiziden, gute Pflege und energiereiche, hochwertige Ernährung bestehen gute Heilungschancen.


Schnurren
tritt Geschlechts unabhängig auf.
Es entsteht durch stetige Schwingung der Stimmbänder unter reflektorischem Ein- und Ausatmen.
Es gilt im allgemeinen als Ausdruck der Zufriedenheit, des Wohlbefindensund der Sicherheit, ist aber nicht unbedingt damit verbunden, da es auch von erkrankten Tieren oder unter Schmerzeinfluß geäußert wird.
Katzen können grundsätzlich in jeder Körperhaltung schnurren, meist tun sie dies nur in Zusammenhang mit einer Ruhehaltung.


Schock
Zusammenbruchzustand des Blutgefäßsystems aufgrund erhebliche innerer oder äußerer Blutungen, schwere, fieberhafte Allgemeinerkrankungen, Vergiftungen, erhebliche Schmerzzustände, wesentlicher Flüssigkeits- und Elektrolytverlust.
Nase, Ohren und Zehen fühlen sich kalt an.
Blutdruckabfall
Test:
Durch Daumendruck erzeugte Blässe in der Mundschleimhaut bleibt längerals 1s bestehen.
Pupillen geweitet.
Schnellstmöglich tierärztliche Hilfe suchen!
Auf dem Weg dahin die Katze warm halten und den Kopf leicht nach unten halten.

Schwanzdrüsen

I
m oberen Schwanzwurzelbereich gelegene, mit Duftdrüsen gekoppelte Talgdrüsen, die dem Kater als Duft- und Markierungsorgan dienen.
Schwanzpflege Bei Zuchttieren ist außer der normalen Fellpflege ein 1mal wöchentliches einpudern des Schwanzes angebracht.
Damit wird vermieden , daß das Sekret der Geschlechtsorgane den Schwanz verschmutzt und dessen Fell verklebt.

Schweißdrüsen
sind bei Katzen rudimentär ausgebildet und sitzen
vor allem im Rückenbereich, im Bereich der Zitzen, an den Ballen sowie am äußeren Gehöhrgang.
Katzen sind nicht in der Lage sichtbaren Hautschweiß zu bilden.


Schwimmvermögen
Fähigkeit zur Fortbewegung in Wasser und sich mit Ueberlebenschancen über Wasser zu halten.
Katzen gelten als ausgesprochen wasserscheu!
Alle Katzen können aber, falls notwendig, äußerst geschickt schwimmen.
Im Wasser führen Katzen tretende Bewegungen aus, wobei die Vorderpfoten die Vorwärtsbewegung hervorrufen.
Trotz ihrer Schwimmfähigkeit passiert es häufig, dassKatzen ertrinken.
In Badewannen, Zierfischteiche oder ähnlichem gefallene Katzen gelangen meist an den glatten oder senkrechten Rändern nicht wieder heraus.

Schwimmende Brettinseln oder Katzentreppen können dies verhindern.

Sehvermögen

Mikroskopische Untersuchungen der Netzhaut zeigen verschiedene Sinneszellen auf.
Zäpfchen, die auf die Farben Blau und Grün reagieren,
sind weniger zahlreich vorhanden als im menschlichen Auge.
Die für Rot verantwortliche Sorte von Zäpfchen fehlt völlig.
Daraus schließen die Experten, dass Katzen Farben nicht gut unterscheiden können und die Welt in verschiedenen Schattierungen von Hellblau sehen.
Stäbchen, die das Sehen bei schwachem Licht ermöglichen,
kommen in der Netzhaut der Katze in sehr großer Zahl vor.
Sie sorgen für hervorragendes Sehvermögen selbst bei Nacht,
wobei das Tier scharfe Konturen allerdings nicht besonders gut erkennt.
Auch im Alter sehen Katzen meist noch sehr gut.
Sie leiden selten an grauem Star oder einer Degeneration der Linse - im Gegensatz zu Hunden.
Ihr Alter erkennt man nur daran, dass die Iris nach und nach an Farbe verliert.
Die hat jedoch keine Konsequenzen für die Sehfunktion
und verleiht dem Auge außerdem ein apartes marmoriertes Aussehen.

Selektion
Auslese.
Bei der Selektion wird die genetische Struktur durch Auswahl von Tieren zur Zucht verändert. Die Zuchtwahl durch die Arbeit des Züchters ist künstliche Selektion.
Man unterscheidet positive und negative Selektion.
Negative Selektion bedeutet Merzung und Ausschluß von der Zucht.
Positive Selektion erfolgt als Individual-Selektion und Familien-Selektion.
Die Individual-Selektion bedeutet Auswahl von Katzen zur Erzeugung der nächsten Generation aufgrund ihres Erb- oder Zuchtwertes.
Bei der Familien-Selektion werden eng verwandte Tiere auf der Grundlage ihrer Leistungen zur Zucht ausgewählt oder gemerzt.
Selektion ist bei der Edelkatzenzucht eine der wichtigsten Maßnahmen.

Letztlich muß sie bei allen Zuchtmethoden und -verfahren durchgeführt werden.


Sexuelle Rivalität
Konkurrenz zwischen Katern, vor allem in der Phase der Rolligkeit der Weibchen.
Eine Begegnung der Kater führt dann meist zum Rivalenkampf.
Da die Kater in dieser Phase weit umher streunen begegnen sie sich häufig auf neutralem Boden, wobei die an das eigene Territorium gebundene Ueberlegenheit wegfällt.
Sieg oder Niederlage werden einzig durch die Kampfkraft entschieden.
Während Angriffe zur Revierverteidigung umgehen, ohne Imponierverhalten begonnen werden, geht den Rivalenkämpfen das Imponieren und Drohen voraus.
Der Kampf läuft mit dem "Katergesang" nach bestimmten Regeln ab.

 

Shaded

nur das äusserste 1/5 des Haares ist eingefärbt, der Rest ist weiß.

 

Signalhandlung
Unter Signalhandlungen versteht man alle Verhaltensweisen, welche der Signalerzeugung dienen, im Unterschied zu den Gebrauchshandlungen, welche die unmittelbare Funktion der Individual- und Arterhaltung erfüllen.
Zu Signalhandlungen zählen Ausdrucksbewegungen einschließlich der Mimik, Lautäußerungen, Abgabe chemischer Signale und ähnliches.
Signalhandungen gehen entwicklungsgeschichtlich aus Gebrauchshandlungen hervor.
Sinnesempfindungen Die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Katzen werden durch Wahrnehmungen bzw. Reizeindrücke, denen physiologische Vorgänge im Organismus zugrunde liegen, ausgelöst, die ihnen ihre hochentwickelten Sinnesorgane vermitteln.
Die Sinnesorgane sind auf das Volkommenste ihrer Lebensweise angepaßt und übertreffen die des Menschen bei weitem.

 

Silver

das Deckhaar ist nicht bis zur Haut durchgefärbt, es schimmert

silberfarben durch.Tiere die Silver tragen sind immer mit Zeichnung (Agouti)


Sinneshaare
Sinushaare, Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare.
Steife, teils sehr starke, die Felloberfäche meist weit überragende Haare, deren Wurzeln mit Wurzelscheide in ein mit Blut gefülltes Säckchen (Sinus) hineinragt.
An der Wand dieses Sinus befinden sich Tastkörper, die bei Bewegung der Sinneshaare gereizt werden.
Die Sinneshaare sind beim Beutefang und der Orientierung für die Katze unentbehrlich.
Wurde die Beute erwischt und im Maul davongetragen, so registrieren die Sinneshaare jede Bewegung der Beute, die sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Sichtwinkels
der Katze befindet.
Beginnt die Katze die Beute zu verzehren, ertasten die Sinneshaare der Haarstrich, um richtig am Kopf beginnen zu können.


Sinusitis
Entzündung der Nasennebenhöhlen.
Nicht selten führt chronischer Katzenschnupfen zu Sinusitis.
Weder mit ausgewählten Antibiotika noch durch Operation sicher heilbar.

 

Smoke

das Deckhaar ist nicht bis zur Haut durchgefärbt, es schimmert silberfarben durch. Smoketiere sind immer ohne Zeichnung

(Nonagouti)

Speichelsekretion
Die Katze produziert, über einen Reflex, relativ wenig Speichel, da die Nahrung normalerweise aus saftigem Fleisch oder Beutetieren besteht

Spielgegenstände
sind bei jungen Tieren und Katzen ohne Auslauf gut geeignet, um sie zu beschäftien und ihnen die nötige Bewegung zu verschaffen.
Es ist alles geeignet, was nicht zu groß ist, um bewegt, und nicht zu klein ist,um verschluckt zu werden.
Zoofachgeschäfte bieten meist eine große Auswahl an geeigneten Gegenständen.
Hin und wieder ein neues Spielzeug steigert die Neugier und Spiellust mehr als ständig das selbe.


Spielverhalten
Verhaltensweisen, die weder mit dem biologischen Zweck einer Gebrauchs- noch einer Signalhandlung ablaufen.
Im Spielverhalten wird die Sensorik und die Motorik gegenüber der Umwelt geübt
und erweitert, und es dient somit der Informationsaufnahme und dem Lernen.

 

Spotted

tabby, ähnlich wie bei mackerel allerdings unterbrochene Linien. So entsteht der getupfte Eindruck


Springen
Katzen sind im Weitsprung in der Lage ein vielfaches ihrer Körperlänge zu überspringen.
Der Schwanz dient beim Sprung als Balancierstange und Steuergerät.
Senkrechte Hindernisse, wie Mauern, werden häufig nicht in einem Satz, sondern möglichst im Dreieckssprung oder mit einem Zwischenaufsetzen der Pfoten überwunden.
In unbekanntem Gelände versucht die Katze ein Hindernis eher zu umgehen.
Will sie von einem hohen Hindernis herunterspringen, so tastet sie möglichst weit daran herunter, zieht blitzschnell die Hinterpfoten nach und stößt sich daran ab.

Spulwurm
sind bei der Katze am häufigsten vorkommende Darmschmarotzer.
Erwachsene Katzen erlangen eine gewisse Immunität.
Aus den von ihnen aufgenommenen Spulwurmeiern gehen Larven hervor, die nicht zu geschlechtsreifen Würmern heranreifen, sondern sich im Larvenstadium im Gewebe - vorallem in der Muskulatur - niederlassen.
Aufgrund ihrer Form und Größe sind Spulwürmer kaum mit Bandwürmern oder anderen Darmparasiten zu verwechseln. Sie ähnenln Fadennudeln.
Sie sind rund und etwa 6 bis 10 cm lang, leben im Dünndarm und ernähren sich von den Nährstoffen im Darmbrei.
Katzen können sich zum einen über die Muttermilch infizieren und zum anderen durch gegenseitiges Belecken und oder durch verunreinigtes Futter.
Bei stärkerer Verwurmung können Jungtiere in ihrer Entwicklung zurück bleiben.
Der Spulwurmbefall der Katze ist auch für den Menschen von Bedeutung.
Er gehört zu den Nebenwirten, bei denen sich die Larven in den verschiedensten Geweben und Organen ansammeln.

 

Solid

einfarbig


Sterilisation
Nach gängiger, aber irrtümlicher Meinung medizinischer Laien werden weibliche Tiere sterilisiert, männliche kastriert.
Sterilisation ist meist nur die irrtümliche Bezeichnung für eine Kastration der weiblichen Katze.
Bei der Sterilisation erfolgt eine Unterbrechung der Samenleiter beim männlichen bzw. eine Unterbindung der Eileiter beim weiblichen Tier.
Dadurch wird beim Männchen die Abgabe von Sperma zur Befruchtung unmöglich, beim Weibchen der Abstieg von Eizellen in die Gebärmutter verhindert.
Die Tiere sind unfruchtbar.
Der Geschlechtszyklus und die hiermit verbundenen Aktivitäten bleiben jedoch vollständig erhalten, denn sie werden durch Hormone aus den Geschlechtsdrüsen gesteuert.
In der tierärztlichen Praxis wird deshalb fast ausschließlich eine Kastration durchgeführt.

Stomatitis
Mundentzündung.
Bei jungen Katzen meist als Folge von Katzen-Schnupfen-Infektionen.
Später meist durch Zahnstein verursacht.
Trotz des meist vorhandenen Appetits haben Katzen Schwierigkeiten Futter aufzunehmen.
Uebler Mundgeruch, gerötete und leicht blutende Mundschleimhaut sind Anzeichen dafür.
Die Behandlung gestaltet sich problematisch, da die Ursachen nicht immer erkannt werden.
Regelmäßige Zahnsteinentfernung und wenn möglich, regelmäßig Zähne putzen.
Streß Im übertragenen Sinne alle Belastungen, Anforderungen und Schädigungen, die den Organismus zu typischen Alarmreaktionen veranlassen.
Dadurch versucht der Körper, die Auswirkungen der Alarmsituation abzuschwächen oder zu überwinden. Falls das nicht gelingen sollte treten meist Anpassungskrankheiten auf.


Streßverhalten
Zustand einer Katze unter Einwirkung von Belastungsfaktoren verschiedenster Art.
Dazu gehören "sozialer Streß", z.B. durch Haltung mehrerer Katzen in Käfigen, in Tierheimen etc., sowie ungewohnte Situationen auf Reisen oder Ausstellungen.
Ebenso können auch plötzliche Familienauflösung, tiefgreifende Veränderung in der ständigen Umwelt des Tieres oder längere Abwesenheit der Bezugsperson, Aussetzung oder ähnliche Situationen zu Streß führen.
Durch Streß werden Katzen krank und können sogar in besonderen Fällen durch Erhöhung der Infektionsbereitschaft des Organismus daran zugrunde gehen.

Streunen
In der Brunstzeit unternehmen, vor allem die männlichen Tier,
aber auch die Weibchen zum Teil recht ausgedehnte Wanderungen, die beträchtlich über die Grenzen der eigenen Territorien hinausgehen.

 

Stromung
Marmorzeichnung, Leier-, Austern- oder Rädermuster.

 

Stubenreinheit
Die Ahnen unserer Hauskatzen, Wildkatzen,
verscharren Kot und Urin in der Erde.
Das Verscharren der Abgänge ist den Hauskatzen noch genauso eigen wie ihren Vorfahren.
Da in der Wohnung außer der Toilette keine Möglichkeit zum Verscharren besteht, nehmen die meisten Katzen das Klosett aus diesem Grund ohne erzieherische Maßnahmen von allein an.
Auch wenn die meisten Jungtiere von allein zur Klobenutzung übergehen, ist es auf jeden Fall sicherer, wenn man sie auf frischer Tat ertappt und dann in die Toilettenschale setzt.
Man sollte bei der Erziehung zur Sauberkeit viel Verständnis,
Einfühlungsvermögen und Geduld aufbringen.
Wird eine zunächst stubenreine Katze plötzlich unsauber, muß man zuerst versuchen,die Ursachen der Unsauberkeit zu ergründen.
Das "Spritzen" von Harn an Gegenstände und Wände durch unkastrierte Männchen hat nichts mit Unsauberkeit zu tun, sondern ist ein Markierungsverhalten.

Suchautomatismus
Suchreflex der Neugeborenen nach der Mutter und den Wurfgeschwistern und vor allem der Milchquelle mit pendelnden Suchbewegungen des Kopfes.
Fallen Neugeborene aus dem Nest, so geben sie Klage- oder Kontaktlaute von sich.
Systemmykosen Pilzbedingte innere Erkrankungen, die einzelne Organe oder den Gesamtorganismus befallen.

 

Tabak
Zum Glück sind Katzen Nichtraucher.
Es kann aber vorkommen, daß vor allem junge Kätzchen neugierig an Tabakwaren knabbern.
Deshalb sollte man in einem Katzenhaushalt Zigaretten u.ä. unter Verschluß halten.
Denn die Folgen sind dramatisch: Brechreiz, nervöse Zuckungen, Koliken, Sehstörungen, kalte Pfoten, Nase und Ohren sowie verminderte Atemfrequnz.
Sofort fachkundige Hilfe holen.
Auch Tabakpflanzen sind für Katzen hochgiftig.
Tagesablauf Katzen leben nach einem geregeltem Tagesablauf.
Es fällt auf, daß sie zu bestimmten Zeiten nach Futter suchen, schlafen und ihre Jungen säugen, welche auch stets ungefähr um die gleiche Zeit spielen.
Da sich Katzen auf einen vorgegebenen Zeitplan einstellen,
ist es für ihr Wohlbefinden wichtig, bestimmte Fütterungszeiten einzuhalten.
Sie haben eine "innere Uhr" und können unruhig werden, wenn die Fütterungszeit naht.
Wird diese Zeit überschritten, so machen sie gerne durch lautes Maunzen auf sich aufmerksam.

 

Tabby

Zeichnung(Agouti)


Teaniasis
Bandwurmbefall.
Krankheitserscheinungen selten.
Der Bandwurm ist als platte, bandnudelartige, ca. 2cm lange Glieder im Kot erkennbar.
Die Behandlung ist nur dann sinnvoll, wenn die Zwischenwirte vernichtet werden.
Am Besten den Freigang unterbinden oder ausschließlich gekochtes Fleisch oder Fisch füttern.

 

Taurin

Im Jahre 1970 berichteten Forscher, daß sie bei 25 Katzen in New Yorkeine Netzhautdegeneration festgestellt hatten.
4 Jahre später wurde diese Diagnose auch bei anderen Tieren festgestellt,aber eine ernährungsbedingte Ursache für unwarscheinlich gehalten.
Nach einigen Jahren haben dann andere Wissenschaftler bewiesen, dass ein Mangel an Taurin, einer Aminosäure, die Erkrankung verursacht:
Sie hatten ihre Tiere ausschließlich mit für Katzen minderwertigem Hundefutter ernährt, in dem dieser Stoff nicht enthalten war.
Im Gegensatz zu Katzen können Hunde nämlich das Taurin selbst herstellen.
Taurin spielt eine wichtige Rolle bei der Synthes von Gallensalzen und damit auch bei der Aufnahme von Fetten.
Heute steht fest, daß diese Aminosäure, die in den meisten Fleischsorten enthalten ist und der Katzenfertignahrung außerdem in bestimmten Mengen zugesetzt wird, für eine normale Gallenfunktion sorgt.
Außerdem verhindert sie die Degeneration der Netzhaut, das Zusammenklumpen von Blutplättchen, Herzerweiterung, nervöse Reizbarkeit und weitere Störungen.
Ein verantwortungsvoller Katzenhalter sollte sein Tier keinesfalls mit Hundefutter ernähren.


Telegonie
Auch als Fernzeugung bezeichnete unwissenschaftliche Annahme, wonach bei Rassenkreuzungen die weiblichen Zuchttiere bei allen späteren Geburten nicht rassereine Nachkommen hervorbringen.
Somit dürften Edelkatzen, die von einem Hauskater gedeckt wurden, nie mehr rassereine Würfe bringen.


Territorialverhalten
Unter Territorialverhalten versteht man alle Verhaltensweisen, welche einem Raumanspruch einzelner Individuen zugeordnet sind, wie z.B. Einrichtung und Markierung eines Reviers. 
Ein Territorium ist räumlich an die Umwelt gegliedert und "eingerichtet".
Im sichersten Teil liegt das Heim (=Lager, Nest, Schlafplatz),
darüber hinaus existieren die Toilette, der Futterplatz, Ruhe- und Aussichtsplätze, die Orte für das Komfortverhalten, sowie die Markierungsstellen.
Diese Orte sind normalerweise durch stetig eingehaltene, für Menschen oft nicht sichtbare Pfade, sogenannte "Wechsel",
miteinander verbunden, auf denen sich die Katze sicher von einem zum anderen Ort bewegen kann.
Der Verkehr auf den Wechseln läuft visuell ab, oder eine exakte Zeiteinteilung läßt unnötige Begegnungen vermeiden.
Die Größe eines Territoriums richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten.
Bei Wohnungskatzen besteht das ganze "Heim" lediglich aus dem Schlafplatz, die Räume der Wohnung bilden das Revier.
Die Kennzeichnung der Reviergrenzen oder bestimmter markanter Punkte geschieht seitens der Männchen durch Harnspritzen.
Im eigenen Territorium ist die Katze allen anderen gegenüber überlegen, im freien Gelände kann die Rangordnung untereinander allerdings anders sein.

 

Ticked

tabby, die Haare sind braun - schwarz gebändert


Thorax
Brustkorb


Tierische Fette
Die Fütterung tierischer Fette wird neuerdings in wissenschaftlichen Fachkreisen empfohlen, während Katzen Besitzer nach wie vor das Fett vom Futterfleisch entfernen, da es abführend wirken kann.
Die Zugabe von Fett (gefordert sind 10-25% Fettanteil von der Gesamtfuttermenge) sollte vorsichtig geschehen.
Auf jeden Fall ist zu berücksichtigen, dass z.B. mageres Rindfleisch bereits bis 13g, fettes Rindfleisch bis 29g, Eigelb sogar fast 32g Fett enthält.


Toilette
Die Toilette ist ein wichtiger Bestandteil bei der Haltung von Katzen, von dessen Standort und Einstreumittel unter Umständen die Stubenreinheit der Katze abhängt.
Am besten eignen sich Kunststoffschalen, welche widerstandsfähig gegenüber Urin sind und deren Reinigung auch problemlos zu handhaben ist.
Als Einstreu kann man die verschiedensten Mittel, wie z.B. Torf, Erde, Sand und Sägespäne verwenden. Käufliches Fertigstreu erfüllt jedoch die Anforderungen am besten.
Die Toilette sollte möglichst weit vom Futterplatz an einer ruhigen Stelle untergebracht werden, da auch Katzen einen ungestörten Platz bevorzugen.


Tollwut

Die gefährlichste Virusinfektion der Katzen.
Ansteckung erfolgt nur bei frei lebenden Tieren durch wilde Fleischfresser (z.B. Marder).
Da aber alle Säugetiere empfänglich sind, kann eine Infektion auch über erkrankte Nager erfolgen.
Die Inkubationszeit ist durchschnittlich zwischen 2-8 Wochen,
selten länger als 6 Monate.
Der Virus wandert auf Nervenbahnen und vermehrt sich im Rückenmark oder Gehirn.
Die Krankheit verläuft in 3 Stadien:

1.Das Vorläuferstadium der Tollwut

2.Die akut-neurologische Phase (RasendeWut)

3.Koma-Phase (Stille Wut)

 

Torbie

mehrfarbige Katze mit rot und mit Zeichnung (Agouti). Mehr als 90% immer weibliche Tiere. Torbie Kater sind fast immer impotent.

 

Tortie

mehrfarbige Katze mit rot und ohne Zeichnung(Nonagouti) Auch hier gilt: Mehr als 90% immer weibliche Tiere. Tortie Kater sind fast immer impotent.



Mit freundlicher Genehmigung v. Sabine Bethmann Copyright www.of-loveliness.de 

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